Atmung
Summe bei jedem Ausatmen einen langsamen, absinkenden Seufzer – ein paar ruhige Atemzüge, um Körper und Geist zur Ruhe zu bringen.
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Warum das wirkt
Warum könnte sich das beruhigend anfühlen? Mehrere Forschungsstränge weisen in dieselbe Richtung. Langsames Atmen mit etwa sechs Atemzügen pro Minute liegt nahe an dem, was Wissenschaftler deine "Resonanzfrequenz" nennen – ein Tempo, das über einen vagal vermittelten Reflex (die respiratorische Sinusarrhythmie) mit einer höheren Herzratenvariabilität verbunden ist, die viele Menschen als entspannend erleben. Dein Herz verlangsamt sich beim Ausatmen von Natur aus ein wenig, daher ist ein längeres, gemächliches Ausatmen ein Grund, warum Übungen mit verlängerter Ausatmung beruhigend wirken. Summen und "OM"-artiges Tönen erzeugen eine sanfte Vibration rund um Hals und Ohren, und einige Forschende vermuten, dass dies zur Ruhe beitragen könnte, auch wenn dieser konkrete Wirkweg eher eine Arbeitshypothese als ein bewiesener Fakt ist. Ein Großteil der beruhigenden Wirkung kommt wahrscheinlich einfach von der langsamen, gleichmäßigen Atmung, zu der der Klang anregt. Die Forschung steckt hier noch am Anfang und ist uneinheitlich – betrachte dies also als Entspannungs- und Aufwärmübung, nicht als Behandlung.
Dies ist eine Entspannungs- und Atemübung für das allgemeine Wohlbefinden, keine medizinische Behandlung, und sie ist nicht dazu bestimmt, eine Erkrankung zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder ihr vorzubeugen. Wenn dir schwindelig oder unwohl wird, höre auf und atme normal weiter; mache Atemübungen niemals im Wasser oder während des Autofahrens.
Quellen
- Zaccaro et al. How Breath-Control Can Change Your Life: A Systematic Review on Psycho-Physiological Correlates of Slow Breathing. Front. Hum. Neurosci. 2018.
- Laborde et al. Effects of voluntary slow breathing on heart rate and heart rate variability: a systematic review and meta-analysis. Neurosci. Biobehav. Rev. 2022.
- Sevoz-Couche & Laborde. Heart rate variability and slow-paced breathing: when coherence meets resonance. Neurosci. Biobehav. Rev. 2022.
- Vickhoff et al. Music structure determines heart rate variability of singers. Front. Psychol. 2013;4:334.
- Gerritsen & Band. Breath of Life: The Respiratory Vagal Stimulation Model of Contemplative Activity. Front. Hum. Neurosci. 2018.
- Kalyani et al. Neurohemodynamic correlates of 'OM' chanting: A pilot fMRI study. Int. J. Yoga 2011;4(1):3-6.
- Balban et al. Brief structured respiration practices enhance mood and reduce physiological arousal. Cell Rep. Med. 2023.
- Trivedi et al. Humming (Simple Bhramari Pranayama) as a Stress Buster: A Holter-Based Study to Analyze HRV. Cureus 2023.
Häufige Fragen
Was ist diese Atemübung?
Brauche ich ein Konto oder muss ich etwas installieren?
Warum wird nach meinem Mikrofon gefragt?
Ist langsames Atmen wirklich gut für mich?
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